Geschichte des Instituts

Das Institut für Werkstoffe besteht seit der Gründung der Ruhr-Universität Bochum; es ist für seine Aktivitäten in der Forschung national und international bekannt. In der Lehre wurden am Institut für Werkstoffe Akzente gesetzt, die früh weit überregional Beachtung fanden (Lehrbuch „Werkstoffe” von Prof. Dr.-Ing. E. Hornbogen, Inhaber des Lehrstuhls Werkstoffwissenschaft 1968-1995, Lehrbuch „Stahlkunde für Ingenieure” von Prof. Dr.-Ing. H. Berns, Inhaber des Lehrstuhls Werkstofftechnik von 1980-2000). Über die Jahre sind aus dem Institut für Werkstoffe eine Reihe von Universitätsprofessoren hervorgegangen.

Zu diesen zählen:

Prof. Dr.-Ing. C. Broeckmann (RWTH, Aachen),
Prof. Dr. U. Dahmen (Berkeley/USA),
Prof. Dr. S.R. Dey (Indian Institute of Technology Hyderabad, Andhra Pradesh/Indien),
Prof. Dr.-Ing. A. Fischer (Universität Duisburg-Essen),
Prof. Dr.-Ing. K. Friedrich (Universität Kaiserslautern),
Prof. Dr. H. Gleiter (zunächst Universität Saarbrücken, dann KIT Karlsruhe),
Prof. Dr. M. Kamaraj, Indian Institute of Technology Madras, Chennai/Indien),
Prof. Dr.-Ing. A. Kaysser-Pyzalla (Helmholtz Zentrum Berlin)
Prof. Dr.-Ing. J. Khalil Allafi (Sahand University, Tabriz/Iran),
Prof. Dr. H. Kreye (Helmut-Schmidt-Universität Hamburg),
Prof. Dr.-Ing. A. Ludwig (Ruhr-Universität Bochum)
Prof. Dr.-Ing. G. Lütjering (TU hamburg-Harburg),
Prof. Dr. L. Neelakantan (Indian Institute of Technology Madras, Chennai/Indien),
Prof. Dr. E. Payton (Alfred University, Alfred/USA),
Prof. Dr. J. Petermann (zunächst Universität Hamburg-Harburg, dann TU Dortmund),
Prof. Dr.-Ing. B. Skrotzki (BAM Berlin)
Prof. Dr.-Ing. W. Theisen (Ruhr-Universität Bochum)
Prof. Dr.-Ing. M. F.-X. Wagner (TU Chemnitz),
Prof. Dr.-Prof. Dr.-Ing. S. Weber (Universität Wuppertal),
Prof. Dr. M. L. Young (University of North Texas, Denton/USA),
Prof. Dr. Z. Zhang (Shandong University, Jinan/V.R. China),
Prof. Dr. H. Zheng (Shanghai University, Shanghai/V.R. China),
Prof. Dr.-Ing. K.-H. Zum Gahr (zunächst Universität Siegen, dann KIT Karlsruhe)

Heute besteht das Institut für Werkstoffe aus vier Professuren: Werkstoffwissenschaft, Werkstoffdesign, Werkstofftechnik und Werkstoffe der Mikrotechnik. Außerdem sind dem Institut für Werkstoffe Wissenschaftler der DLR Köln, des FZ Jülich, des IPM Brno/CZ und des MPIE Düsseldorf über externe Professuren angeschlossen. Damit weist das Institut für Werkstoffe der Ruhr-Universität Bochum eine überkritische Größe auf, die ihm erlaubt, an vorderster Front Forschung und Lehre zu betreiben. Unter Beibehaltung alter Kompetenzen (Edelstähle, Leichtbauwerkstoffe, Hartlegierungen) forscht das Institut für Werkstoffe auch an modernen und hochaktuellen Themen wie Biowerkstoffen, Funktionswerkstoffen, High Entropy Alloys und Werkstoffen der Mikrotechnik.

Zwei Sonderforschungsbereiche – der SFB 459 (Formgedächtnistechnik) und der SFB/Transregio 103 (einkristalline Superlegierungen) haben geholfen, die experimentelle Infrastruktur des Instituts für Werkstoffe auf ein hohes Niveau zu bringen.

Die Gründung des Interdisciplinary Centers for Advanced Materials Simulation (ICAMS) im Jahr 2008 an der Ruhr-Universität Bochum hat die Werkstoff-Forschung in Bochum um die skalenübergreifende Modellierung von Werkstoffen erweitert.

Die Gründung des Materials Research Departments (MRD) im Jahr 2010 hat erlaubt, die Materialforscher aus anderen Disziplinen in die Forschungsarbeiten des Instituts für Werkstoffe zu integrieren.

Am Institut für Werkstoffe wird eine Vielzahl moderner Werkstoffe aus den Bereichen Metall, Keramik, Polymer- und Verbundwerkstoffe betrachtet, die neu entwickelt bzw. weiterentwickelt werden. Ihre Beherrschung erfordert eine gründliche Kenntnis der physikalischen und chemischen Grundlagen ihres Aufbaus, der Prüfung ihrer Eigenschaften und der technischen Möglichkeiten ihrer Herstellung, Verarbeitung und Anwendung. Die hier erforderlichen Kenntnisse werden am Institut für Werkstoffe der Ruhr-Universität vermittelt.
Forschen und Leben am Institut
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