Janosch Conrads, Deutsche Edelstahlwerke (DEW), Krefeld

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Nach meinem Abitur war mir zunächst nicht klar, ob ich eine reine Naturwissenschaft oder eine Ingenieurwissenschaft studieren sollte. Jedoch zeigte sich schnell, dass der Bereich des Ingenieurwesens mehr zu meinen Interessen und Vorstellungen passte. Somit schrieb ich mich 2007 an der Ruhr-Universität Bochum für den Studiengang Maschinenbau als erster Jahrgang im Bachelor/Master System ein.
Im Laufe des Grundstudiums wurde es zunehmend schwieriger eine Entscheidung über eine Vertiefungsrichtung zu treffen. Die Wahl fiel aus zwei Gründen auf den Bereich Werkstoffe. Zum einen genießt das Institut für Werkstoffe einen guten Ruf zum anderen bildet der Bereich Werkstoffe die größtmögliche Schnittmenge mit allen anderen Bereichen. Denn zum Fertigen von Anlagen und Maschinen sind immer Werkstoffe notwendig. Nach der Wahl der Vertiefungsrichtung verfolgte ich mit zunehmendem Interesse die Vorlesungen und Veranstaltungen. Nach einer erfolgreichen mündlichen Prüfung bei Prof. Theisen ermutigte dieser mich zu einer Bewerbung als HiWi am Lehrstuhl Werkstofftechnik. Auf die Bewerbung folgte eine Einstellung Anfang 2010. Diese Stelle ermöglichte es mir, das erworbene theoretische Wissen des Studiums durch die Mitarbeit an Forschungsthemen, Gutachten und wissenschaftlichen Arbeiten anzuwenden und zu erweitern. Ich bekam Einblicke in die Bereiche Metallurgie, Werkstoffprüfung, Werkstoffentwicklung, Anwendung und Simulation. Besonders geprägt hat mich die Möglichkeit unter guter Anleitung selbständig an Anlagen, wie z. B. einem Rasterelektronenmikroskop, zu arbeiten und Erfahrungen zu sammeln. Es blieb nicht aus, dass ich für das vom Lehrplan geforderte Industrie-Praktikum über den Lehrstuhl den Kontakt zu einem Forschungspartner bekam. Somit absolvierte ich mein Praktikum bei den Deutschen Edelstahlwerken GmbH (DEW) in der Abteilung für Sonderwerkstoffe in Krefeld Ende 2011. Im Anschluss beendete ich mein Bachelorstudium. Vor dem Eintritt in den Master bekam ich ein Stellenangebot aus jener Abteilung der DEW, bei welcher ich mein Praktikum absolviert hatte. Da ich jedoch nicht auf das Masterstudium verzichten wollte, wurde mir eine andere Möglichkeit eröffnet. Ich bekam für den Master ein Stipendium und würde nach erfolgreichem Abschluss in der Abteilung Sonderwerkstoffe als Betriebsleiter eine Stelle antreten. Dies ist 2013 eingetreten, so dass ich nun die Betriebsleitung für Metallpulver- und Hartlegierungsfertigung übernommen habe. Das im Studium erlangte Wissen und die Methodiken Probleme zu lösen helfen mir dabei die täglichen Herausforderungen meines Berufs zu meistern. Zudem freut es mich, weiterhin in einigen Projekten mit der Ruhr-Universität Bochum und dem Institut für Werkstoffe zusammenzuarbeiten.
Forschen und Leben am Institut
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