Matthias Frotscher, Cortronik, Rostock-Warnemünde

matthias_fro_1.jpg
Nach dem Abitur stand ich vor der Entscheidung Medizin oder Maschinenbau zu studieren. Im Zivildienst arbeitete ich dann im Bereich Medizintechnik in einem Krankenhaus und entschied mich anschließend für das Maschinenbaustudium an der RUB. Bereits im Grundstudium fasste ich relativ früh die Entscheidung, mich im Bereich Werkstoffe zu vertiefen. Besonders der praxisnahe Teil hat mir immer sehr großen Spaß gemacht. Am Institut schätzte ich insbesondere die Möglichkeit, studentische Arbeiten sowie die Diplomarbeit auch an industrienahen Themen durchführen zu können. Nach der Diplomarbeit ermöglichte mir Prof. Eggeler einen Auslandsaufenthalt an der Northwestern Polytechnical University in X'ian, China. Bereits durch meine Arbeit als HiWi am Lehrstuhl WW kam ich früh im Rahmen des Sonderforschungsbereich SFB 459 mit Formgedächtnislegierungen in Kontakt. Ich hatte nach dem Studienabschluss auch die Möglichkeit im Bereich der Formgedächtnislegierungen zu promovieren. Ich lernte zahlreiche interessante Techniken kennen und durch die exzellente Ausstattung des Instituts konnte ich mit vielen modernen Geräten arbeiten. Diese Erfahrungen nützen mir noch heute. In meiner 2,5-jährigen Postdoc-Zeit am Institut für Werkstoffe absolvierte ich einen Auslandsaufenthalt am Oak Ridge National Laboratory, USA. Außerdem konnte ich am Lehrstuhl Werkstoffwissenschaft die Gruppe Medizinische Werkstoffe/Biomaterialien aufbauen. Zudem leitete ich den Industrie-Transfer-Bereich des SFBs, wo ich zahlreiche wichtige Kontakte für mein späteres Berufsleben knüpfen konnte. Mit vielen der Firmen von damals arbeite ich heute noch zusammen. Seit 2011 bin ich bei der Firma Cortronik GmbH in Rostock-Warnemünde (Biotronik Gruppe) in der Medizintechnik im Bereich Implantatentwicklung und -herstellung tätig. Dort bin ich als Manager Stent Testing für die Prüf- u. Testabteilung zuständig und leite ein interdisziplinäres Team aus Technikern und Ingenieuren. Täglich werde ich mit interessanten Werkstoffproblemen und Fragestellungen konfrontiert und das Studium sowie die Promotion am Institut für Werkstoffe der RUB haben mich sehr gut auf das Arbeitsleben vorbereitet. Die Kombination aus Maschinenbau mit Werkstoffen hat sich für mich als ideal herausgestellt. Die gute Ingenieur-Ausbildung gepaart mit dem Werkstoff-Fachwissen macht den Abschluss sehr flexibel und geeignet für zahlreiche Positionen in der Industrie, ohne sich zu eng auf eine bestimmte Branche festzulegen. Denn Werkstoffe braucht jeder, egal was letztendlich daraus hergestellt wird. Das ist in der heutigen Arbeitswelt ein großer Vorteil.
Forschen und Leben am Institut
galups/juo011012/small/_DSC5121.jpg
galups/ixv011012/small/Menschen WW 26.jpg