Philipp Schütte, GLAMAtronic, Gladbeck

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Mein Maschinenbau-Studium absolvierte ich von 2003 bis 2008 an der Ruhr-Universität Bochum. Die ersten Semester waren geprägt von Grundlagenvorlesungen und der Vermittlung von vorwiegend theoretischen Lerninhalten. Dabei sagte mir die Werkstofftechnik am meisten zu. Kommilitonen und Freunde berichteten mir mit Freude über ihre Anstellungen als wissenschaftliche Hilfskräfte (HiWis) in verschiedenen Bereichen der Fakultät für Maschinenbau. Ich fand den Weg als HiWi zum Lehrstuhl Werkstofftechnik. Es folgte eine sehr lehrreiche Zeit. Nach ausgiebiger Einarbeitung in die Metallographie, Mikroskopie und Werkstoffprüfung, war ein selbständiges, praktisches Arbeiten möglich. Die wissenschaftliche Begleitung und Unterstützung war auch bei schriftlichen Arbeiten durch die wissenschaftlichen Mitarbeiter stets gegeben. Lehrstuhlübergreifend sind zudem am Institut für Werkstoffe zahlreiche Lerngruppen entstanden aus denen gute Freundschaften wurden. Nach dem Studium wurde ich als wissenschaftlicher Mitarbeiter eingestellt. Zeitgleich folgten Freunde aus dem Studium auf gleiche Stellen innerhalb des Instituts. Die gemeinsame Unterstützung fokussierte sich von da an auf die wissenschaftlichen Tätigkeiten und die Bearbeitung der Forschungsprojekte. Zu meinem Glück durfte ich auf ein sehr praxisbezogenes Forschungsprojekt bearbeiten. Wie sich im Laufe der 5-jährigen wissenschaftlichen Arbeit zeigte, bereitete mir die anwenderorientierte Koordination und Problemlösung große Freude. Die Projektpartner waren sowohl Forschungseinrichtungen als auch Ingenieure aus der Wirtschaft. Durch die Projektstruktur fokussierte sich ein großer Teil der Verantwortung auf den Lehrstuhl Werkstofftechnik. Das Ziel war der Aufbau und die Inbetriebnahme einer bis dahin nicht vorhandenen Sondermaschine und die nachfolgende wissenschaftliche Arbeit. Für die wissenschaftliche Ausarbeitung stand am Institut eine umfangreiche und moderne Ausstattung zur Verfügung. Durch neue Forschungsvorhaben und Förderbewilligungen wurde diese zudem fortlaufend erneuert und erweitert. Die wissenschaftlichen Ziele konnten mit Hilfe motivierter Techniker und einer strukturiert geführten Institutswerkstatt erreicht werden. Bei der schriftlichen Zusammenfassung der eigenen wissenschaftlichen Ergebnisse waren dann wieder die Freunde am Lehrstuhl und die Betreuung durch die Lehrstuhlleitung eine großartige Hilfe. Der Wechsel vom Forscher zur Industrietätigkeit war einschneidend und spannend. Der große Schock blieb jedoch aus. Nach einer zehnmonatigen Einarbeitungszeit bei der Fa. GLAMAtronic, bin ich zum geschäftsführenden Gesellschafter aufgestiegen. Neben den gelernten werkstofflichen Fragestellungen, ist eine Vielzahl allgemeiner Fragen aus dem Maschinenbau zu beantworten. Hinzu kommt ein sehr breites kaufmännisches Aufgabenfeld, sowie Aufgabendelegierung und Personalführung und die Bereitschaft kurzfristig richtige Entscheidungen zu treffen. Zusammenfassend kann ich rückblickend behaupten, dass ich durch die Arbeit am Institut für Werkstoffe sehr gut auf meine jetzigen Tätigkeiten vorbereitet wurde. Explizit sind dabei zu nennen: selbstständiges und strukturiertes Arbeiten, sicheres Auftreten vor Kunden (z. B. durch Vorträge auf internationalem Niveau), Verantwortung für sein Handeln (z. B. Einhaltung von Deadlines), Personalführung (z. B. Koordination von Hiwis und diversen studentischen Arbeiten).
Forschen und Leben am Institut
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